Kopfweidenpflege

Kopfbäume, insbesondere Kopfweiden prägen in der Elbaue, an Weinske und Dahle sowie an vielen anderen kleinen Fließgewässern und Feuchtbereichen das Landschaftsbild unseres Landkreises. Selbst in den Ortslagen an Weihern und Teichen bereichern sie das Dorfbild.

Vielerorts werden diese Kopfweiden nicht mehr wirtschaftlich genutzt. Im Ergebnis dessen überaltern die Kronen und die überständigen Äste brechen auseinander. Es besteht die Gefahr, dass ein kulturhistorisch wertvolles Zeugnis vergangener Wirtschaftsweisen und wichtiges Habitat für wildlebende geschützte Tierarten verloren geht.

Auf der Basis einer, vom LPV im Rahmen einer Praktikumsarbeit durchgeführten, Kartierung wesentlicher Kopfweidenbestände wurden und werden seither umfangreiche Pflegearbeiten an vielen Standorten in der Region organisiert und koordiniert:

  • Leisnitz / Lampertswalde

  • Torgau / Welsau

  • Zittelbach-Döbeltitz

  • Elbaue Wörblitz

  • Weinskeaue bei Polbitz

  • Saalhausen

  • Mügeln/Nebitzschen

  • Ablaß

  • Elbaue bei Stehla

  • Rote Grube / Pferdeloch-Elbaue Belgern

  • Schirmenitz/Außig

  • Döbeltitz

  • Naundorf/Zeicha

  • NSG Alte Elbe Kathewitz

  • Merkwitz

  • Falkenhain/Kühnitzsch

  • Rochzahn, Stennschütz

  • Querbitzsch

  • Lüttnitz

  • Liptitz/Ablaß

Pferdeloch

 

Falkenhain

 

Rote Grube

 

Unsere Umsetzungspartner dabei sind:

  • ortsansässige Landwirte

  • örtliche Vereine

  • Kommunen

  • Landschaftspflegebetriebe

  • Grundeigentümer

 

Kopfweidenpflege aktuell

Förderung im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER) gemäß (EU) Nr. 2021/2115 (GAP-Strategieplan-VO)

Förderung im Rahmen der Richtlinie Natürliches Erbe / 2023 - Kopfbaumschnitt (A.1 - Biotopgestaltung und Artenschutz) , Festbeträge auf der Grundlage von Einheitskosten.

 

  

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 LOGO Kofi EU 

 

  LOGO GAP  

 

Kofinanziert von der Europäischen Union

 

Mit dieser Maßnahme sollen Kopfbäume (meist Kopfweiden) entwickelt bzw. in ihrer Existenz gesichert werden. Nur durch einen regelmäßigen Schnitt kann der Biotopwert erhalten und ein Auseinanderbrechen der Bäume verhindert werden. Kopfbäume sind als vielfältig besiedelte Kleinlebensräume in der Agrarlandschaft von Bedeutung. Die für Kopfbäume in der Regel verwendeten Weiden zählen zu den insektenfreundlichsten Pflanzen. Außerdem sind Kopfbäume durch ihr charakteristisches Erscheinungsbild markante Landschaftselemente.
Mit zunehmendem Alter werden Kopfbäume immer wertvoller als Zufluchtsstätten und Trittsteinbiotope. U. a. können (bedrohte) Fledermäuse, Eulen, sowie der stark gefährdete Steinkauz, in den häufig hohlen Stämmen älterer Kopfbäume Unterschlupf und Nistgelegenheiten finden. Ausgefaulte Baumhöhlen, vielfach aus Spechthöhlen hervorgehend, dienen vielen weiteren Vogelarten als Brutplatz. Zahllose Insektenarten (Käfer, Schmetterlinge, Wildbienen und ihre Larvenstadien) verbringen in angefaulten, mulmreichen, zerfurchten oder ausgehöhlten Bäumen ihre Larvenzeit oder leben von Blüten und Blättern. Unter den Käfern besiedeln beispielsweise so seltene und gefährdete Arten wie der Moschusbock und der Weberbock die Kopfweiden. (Auszug aus dem Merkblatt)

 

 

Projekt: 
Kopfweidenpflege Liptitz/Ablaß

Die Kopfweiden prägen das Landschaftsbild entlang von Bächen in der Gemeinde Mügeln mit dem Ortsteil Ablaß und Wermsdorf mit dem Ortsteil Liptitz. Zur Sicherung der alten, höhlenreichen Weiden und zur Entwicklung von jüngeren Bäumen wird ein Pflegeschnitt in 2 Jahresscheiben bis 2027 durchgeführt.

 

  

 KW Pelzgasse Ablaß bis 022026-02 

   KW Pelzgasse Ablaß bis 022026-1 

  

 KW Pelzgasse Ablaß bis 022026 

Pflegeschnitt 1. Jahresscheibe 2025/2026

 

Kopfweidenpflege Lüttnitz

Im Winterhalbjahr 2025/2026 erfolgte der 2. Pflegeschnitt für die Kopfweiden am Bielbach und am Grauschwitzbach. Der erste Pflegeschnitt erfolgte bereits im Winter 2024/2025.

 

 KW Lüttnitz während der Arbeiten 2026Während der Arbeiten

 KW Lüttnitz nach der Beräumung 2026nach den Arbeiten

 

 

Kopfweidenpflege NSG "Alte Elbe Kathewitz"

Eine Kopfweidenreihe auf einer Länge von ca. 1 km entlang des Weges unmittelbar hinter dem Deich zwischen Kathewitz und Kamitz weist zum Teil sehr alte, mit starken Höhlen und dicken Rissen Weiden auf. Um ein Ab- und Auseinanderbrechen zu verhindern erfolgen in Jahresscheiben bis Februar 2027 Pflegemaßnahmen.

 

  

 KW NSG Alte Elbe Kathewitz nach Schnitt 2025/2026 

   KW NSG Alte Elbe Kathewitz nach Schnitt 2025/2026 1 

  

 KW NSG Alte Elbe Kathewitz nach Schnitt 2025/2026 

Pflegeschnitt 1. Jahresscheibe 2025/2026

 

Kopfweidenpflege Torgau Glacis und Welsau

Entlang des Bachverlaufes Zscheitschkengraben sowie am Schwarzen Graben sollen Kopfweiden gepflegt werden. Es besteht ein eingeschränkter Arbeitsbereich, da die Weiden direkt am Bachböschung stehen. Die Bäume wurden über viele Jahre nicht geschnitten und drohen auszubrechen. Hier erfolgen in Jahresscheiben bis Februar 2026 bzw. November 2026 Pflegemaßnahmen.

 

  

 KW Torgau Glacis 0220262 

   KW Torgau Glacis 0220261 

  

 KW Torgau Glacis 022026 

Pflegeschnitt 2025/2026

 
Kopfweidenpflege Zittelbach-Döbelitz 

Entlang des "Zittelbach" in der Gemarkung Mahitzschen befinden sich auf einer Länge von ca. 600 m pflegewürdige Kopfweiden. Die Bäume wurden über einen Zeitraum von mehr als 8 Jahren nicht geschnitten. Bei einigen Kopfweiden drohte ein Auseinanderbrechen. Hier erfolgte 2025/2026 Pflegeschnitt.

 

  

 KW Zitttelbach 2026 

   KW Zittelbach 20261 

  

 KW Zittelbach 20262 

Nach dem Schnitt, vor der Beräumung.

 

 

Kopfweidenpflege Leisnitz / Lampertswalde 

Die Kopfweiden östlich von Lampertswalde, nahe dem Friedhof, haben ein markantes Erscheinungsbild und bedurften eines dringenden Pflegeschnittes. Damit konnten die wertvollen Bäume in ihrem Bestand und in ihrer Lebensraumfunktion gesichert werden.

 

 KW Leisnitz-Lampertswalde 

 

 KW Leisnitz-Lampertswalde 

 

 KW Leisnitz-Lampertswalde 

 

 
 
Kopfweidenpflege Mügeln 

Teilvorhaben 1 - Querbitzsch

Die drei Kopfweiden innerorts, an einem Graben stehend, sind sehr alt, haben ein markantes Erscheinungsbild mit ihren stark ausgeprägten Stämmen, die durch tiefe Risse, Höhlungen und Spalten charakterisiert und so ein wichtiger Lebensraum für eine Vielzahl von Kleintieren, wie Fledermäuse, Vögel und verschiedene Käferarten sind. Durch einen enormen Pflegerückstand sind die Kopfäste sehr stark gewachsen. Die damit entstandene Last kann bei starkem Windeinfluss zum Auseinanderbrechen und somit zum Verlust der Bäume führen. Aus diesem Grund wurde von den neuen Eigentümern des Standortes 2024 eine Kopfweidenpflege ausgeführt. Damit können die wertvollen Bäume in ihrem Bestand und in ihrer Lebensraumfunktion gesichert werden.

 

 TVH1_Querbitzsch 

 

 TVH1_Querbitzsch 

 

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gefördert im Rahmen der RL NE/2023

            

Teilvorhaben 2 - Kemmlitzbach

Entlang des Kemmlitzbaches prägen im Uferrandbereich zahlreiche alte Kopfweiden das Landschaftsbild der Aue des naturnahen Bachabschnittes. Die Kopfweiden haben auf Grund ihres Alters und Struktur einen hohen Biotopwert als Lebensraum, Trittstein und Rückzugsort für eine Vielzahl von Tieren. Die Bäume sind höhlenreich, haben tiefe Risse und sind teilweise innen hohl. Durch die Last der starken Kopfäste drohte ein Auseinanderbrechen der Bäume. Das Schneiteln der Weiden erfolgte im Januar 2025.

 Kemmlitzbach   

 

Kemmlitzbach

 

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gefördert im Rahmen der RL NE/2023

 

Teilvorhaben 3 Schweta

Die Kopfweidenreihe südlich vor dem Ort Oetzsch am Grauschwitzbach gelegen, stellt ein wichtiges vernetzendes Element im Übergang von der Feldflur zum LRT "Erlen-Eschen-Weichholzauenwälder" im FFH-Gebiet "Döllnitz und Mutzschener Wasser" dar. Somit ist die Baumreihe nicht nur Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren, sondern auch ein elementarer Trittstein und Wanderkorridor. Die Pflege der Bäume erfolgt in Jahresscheiben bis 2027. Der erste Schnitt wurde 2025/2026 durchgeführt.

 Schweta 

 

 KW Schweta 2025/2026 während der Arbeiten

 

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gefördert im Rahmen der RL NE/2023

 

Teilvorhaben 4 Glossen

Am Ortsrand von Glossen stehen sehr alte Kopfweiden, die insbesondere im Hinblick auf Artenschutzrelevanz eine außerordentlich hohe Bedeutung haben. Denn dort wurde das Vorkommen des Eremit (Osmoderma eremita) dokumentiert, der im Mulm der Stämme seinen Lebensraum hat. Mit dem Pflegeschnitt dieser Bäume wird ihr Auseinanderbrechen verhindert und somit die Lebensraumfunktion gesichert sowie potentielle künftige Habitatbäume erhalten. Der Pflegeschnitt wurde im Winter 2025/2026 ausgeführt.

 

 KW Glossen 2025/2026 während der Arbeiten während der Arbeiten

 

 KW Glossen 2025/2026 nach Beräumung nach Beräumung

 

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gefördert im Rahmen der RL NE/2023

 

 

Projekt: Kopfweidenpflege Lüttnitz

Zwischen Ostrauer Straße und dem kleinen Ort Lüttnitz befinden sich am Bielbach und am Grauschwitzbach mehrere Kopfweidenbestände. Sie haben einen hohen Biotopwert als Lebensraum und Rückzugsort für eine Vielzahl von Tieren. Gleichzeitig sind sie vernetzendes Element zwischen weiteren Gehölz- und Biotopstrukturen in dieser Region, sowie Trittstein und Wanderkorridor. Der Pflegeschnitt ist für den Erhalt der Bäume unabdingbar und wird in drei Teilvorhaben und zwei Jahresscheiben ausgeführt. Der erste Schnitt erfolgte im Winter 2024/2025 und war jeweils am 28. Februar 2025 abgeschlossen. 

 

 Bielbach_1 

Teilvorhaben 1 Bielbach

 Bielbach_2 

Teilvorhaben 2 Bielbach Wald

 Grauschwitzbach_3 

Teilvorhaben 3 Grauschwitzbach

 

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gefördert im Rahmen der RL NE/2023