Sanierung von Weißstorchhorsten

Anfang März, gerade noch rechtzeitig vor Beginn der Brutsaison, konnten dringende notwendige  Sanierungsarbeiten an einigen Storchenhorsten in der Region des Altkreises Torgau-Oschatz realisiert werden.

Die Storchenhorstbeauftragten Achim Roth im Oschatzer Raum und Harald Doms im Bereich Torgau schätzten den Handlungsbedarf ein und unterstützten die Aktion vorbereitend mit ihrer Sachkenntnis. Alle vorgesehenen Maßnahmen wurden mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt.

Der Landschaftspflegeverband (LPV) beschaffte im Rahmen einer Förderung über die Richtlinie Natürliches Erbe /2014 die notwendigen finanziellen Mittel zur Durchführung der Arbeiten, holte alle erforderlichen Genehmigungen ein, nahm Kontakt mit den Grundstückseigentümern auf und organisierte den praktischen Arbeitsablauf. Die Arbeitsbühne und der Kran der Dachdeckerei Pötzsch und die Mitarbeiter des LPV waren drei Tage lang unterwegs, um die betreffenden Horste für die Brutsaison vorzubereiten. Von den Horsten in Kamitz, Süptitz, Torgau-Süd und Torgau-Pflückuff sowie denen in Außig, Cavertitz und Malkwitz, musste schichtweise Material abgetragen werden, damit die Stabilität wieder gewährleistet werden konnte. Ganz anders bei den Storchenhorsten in Lampertswalde, Gröppendorf und Dommitzsch. Dort wurde in die Horstkörbe jeweils eine vorgefertigte Reisigmatte eingebaut, damit das Nest überhaupt nutzbar wurde.

Ganz viel Eigeninitiative entwickelte Frau Zimmermann aus Gröppendorf. Auch mit bestem Willen konnte die Arbeitsbühne den Standort auf Grund der Bodenverhältnisse nicht anfahren. Kurzerhand besorgte Frau Zimmermann ein anderes Gerät, mit dem es möglich wurde, die Reisigmatte auf dem Horst zu installieren.

Der Höhepunkt und eine Herausforderung war am dritten Tag die komplette Erneuerung des Dachreiters auf dem Kirchendach in Klitzschen. Dem großen Engagement von Markus Gebauer  der Tischlerei aus Trossin, den beiden Dachdeckern Ronny Freude und Axel Weithaas der Dachdeckerei Pötzsch und dem Nachbarn Thomas Stein ist es zu danken, dass schließlich nach mehreren Stunden kreativer Aufbauzeit der Horst passgerecht auf dem Dach der Kirche montiert werden konnte.

Nun sind alle Akteure gespannt darauf, ob die zum Teil neu ausgestatteten Storchenwohnungen in luftiger Höhe auch wirklich bezogen werden.

 

 

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